Thai

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Die Thai oder Thaikatze und die Siamkatze haben den gleichen Ursprung und stammen aus dem damaligen Königreich Siam - heute Thailand.

In den 1970er Jahren begann der Trend, immer schlankere, zierlichere und grazilere Siamkatzen zu züchten. Einige Züchter hielten am traditionellen Typ fest, was schließlich zur Anerkennung desselben als Rasse unter dem Namen “€žThaikatze” führte, die im englischen Sprachraum auch als “€žOld-Style Siamese” bezeichnet wird.

Geschichte der Thaikatze

Geschichte der Thaikatze

Wie der Name schon erahnen lässt, stammen die Ahnen dieser Rasse aus dem heutigen Thailand. Diese thailändischen Urahnen - oder besser Urkatzen - wurden bereits vor über 700 Jahren und werden auch noch heute unter dem Namen Wichienmaat gezüchtet.

Das außergewöhnliche Aussehen dieser Rasse faszinierte die Briten, die während der Kolonialzeit in Südostasien aktiv waren. Siam selbst war keine Kolonie. Katzen mit Points und blauen Augen waren in Eurupa unbekannt. Daher importierten die Briten im 19. Jahrhundert diese Katzen aus Thailand nach England. Aufgrund der Herkunft der Katzen, wurde diese Katzenrasse von den Briten Siamkatze genannt. Durch die beginnende Globalisierung gelangte diese Rasse in die ganze Welt. Die Katzen stellten ein kostbares Geschenk von Kaufleuten und Diplomaten dar und erreichte als solches sogar Königshäuser. Ein Beispiel ist die Siamkatze Kota, welche dem russischen Zarensohn Alexei Nikolaevich geschenkt wurde.

Es war allerdings in England wo die Katzen bereits 1871 im Crystal Palace auf der ersten Katzenausstellung vorgestellt wurden. Der Organisator dieser Ausstellung, Harrison Weir, war es auch, welcher 1892 als erster die Rassestandards der Siam verfasste:

 
"The head should be long from the ears to the eyes, and not over broad, and then rather sharply taper off towards the muzzle, the forehead flat, and receding, the eyes somewhat aslant downwards towards the nose, and the eyes of a pearly, yet bright blue colour, the ears usual size and black, with little or no hair on the inside, with black muzzle, and round the eyes black. The form should be slight, graceful, and delicately made, body long, tail rather short and thin, and the legs somewhat short, slender, and the feet oval, not so round as the ordinary English cat. The body should be one bright, uniform, even colour, not clouded, either rich fawn, dun, or ash. The legs, feet, and tail black. The back slightly darker is allowable, if of a rich colour, and the colour softened not clouded."

Sinngemäß übersetzt bedeutet dies:

 
"Der Kopf sollte von den Ohren bis zu den Augen lang sein und nicht zu breit. Er sollte in Richtung Schnauze eher spitz zulaufen. Die Stirn soll flach und fliehend sein. Die Augen sollten etwas schräg in Richtung der Nase stehen und eine Farbe wie perlmutt, aber doch in strahlendem Blau aufweisen. Die Ohren sollten normal groß und schwarz sein und wenige oder keine Haare in ihnen besitzen. Die Schnauze sollte schwarz und auch die Augen sollten schwarz umrundet sein. Die Form sollte leicht, anmutig und zart sein. Der Körper sollte lang und der Schwanz eher kurz und dünn sein. Die Beine sollten ein eher kurz und schlank sein und die Pfoten oval. Der Kopf sollte nicht so rund sein, wie der einer normalen Englischen Katze. Der Körper sollte eine helle, einheitliche gleichmäßige Farbe besitzen, die nicht getrübt ist, entweder in einem reichen fawn, graubraun oder eschefarben. Die Beine, die Füße und der Schwanz sollte schwarz sein. Sollte der Rücken etwas dunkler sein, ist das erlaubt, wenn es sich um eine satte Farbe handelt, die Farbe aufgehellt wurde und nicht um eine Trübung."

Wie man der Beschreibung entnehmen kann, war diese noch nicht sehr exakt und die damaligen Siamkatzen waren noch sehr variabel in ihrem Aussehen. Es gab Katzen mit einem runden Kopf (apple heads - Apfelkopf) und solche mit einem langköpfigen Typ (marten face - Marderkopf). Diese Unterscheidung entstand durch die Kreuzung von Siam mit in englischen Hauskatzen, da die Siam im englischen Klima schwer zu züchten war. Allerdings zeigten sich auch weitere Unterschiede der ersten Siamesen. So wurde zwischen der Royal Cat of Siam (eine Katze mit hellem Körper, dunklen Abzeichen) und der Chocolate Siam (deutlich dunklere und rundköpfigere Katze) unterschieden. Von diesen beiden hat sich der hellere Farbtyp mit dem eher marderartigen Kopf, die Royal Cat of Siam, durchgesetzt.

Relativ zügig wurden Siamkatzen mit intensiveren blauen Augen und verändertem Kopf und Körper gezüchtet. Sie waren feingliedriger, dünner und hatten längere Köpfe, als die ursprünglichen Importe, die England erreicht hatten. Diese in den 1950ern auf Katzenausstellungen gezeigten Katzen, erfreuten sich einer großen Beliebtheit und fanden viele Bewunderer.

In den 1960er und 1970er Jahren fand eine Aufsplitterung der Rasse Siam in die moderne und in die traditionelle Siam (heute Thaikatze genannt) statt. Bei der Zucht der modernen Siam wurde vor allem die Körperform weiter modifiziert. Der Körper wurde immer schlanker, die Beine länger, der Kopf spitzer und die Ohren schräger gestellt gezüchtet. In den 1990er Jahren war die Extremzucht bei der Siam sehr verbreitet. Inzwischen ist man davon wieder abgekommen.

Wenige andere Liebhaber bevorzugten allerdings das ursprüngliche Aussehen der Rasse und versuchten durch Zucht den ursprünglichen Typ der aus Thailand eingeführten Katze wiederherzustellen. Daher begann sich in den 1950ern der bisher gemeinsame Weg von der Siamkatzen- und der Thaikatzenzucht zu trennen.

Am Aussehen der Thai erinnern heute vor allem die Farben und Points an ihre gleiche Abstammung und Verwandtschaft mit der modernen Siam. Thaikatzen sind rundlicher, kompakter und muskulöser als die hochbeinigen, dünnen und langköpfigen modernen Siamkatzen. Vergleicht man Bilder der ursprünglich im 19. Jahrhundert eingeführten Katzen mit den heutigen Thaikatzen, lässt sich feststellen, dass diese auf den ersten Blick einen identischen Phänotyp aufweisen.

Allerdings, führen einige Kritiker der Rasse an, dass ein paar Thaikatzen-Züchter insbesondere Ende der 1990er Jahre Fremdrassen wie Burma, Rex oder Colorpoint-Briten einkreuzten, um den erwünschten Phänotyp zu erhalten. Daher ist der von vielen Züchtern beanspruchte Hinweis auf die “€žalte, echte Siamkatze” oftmals nicht begründbar. Will man sicherstellen, eine tatsächlich traditionelle Siamkatze beziehungsweise eine Siam-Katze alten Typs zu besitzen, sollte man die Stammbäume sehr genau und über mehrere Generationen prüfen.

Entwicklung der Thaikatze in verschiedenen Ländern

In Russland war es bis zum Ende der 1980er Jahre möglich einen ausreichenden Zuchtbestand von Katzen mit dem Phänotyp des traditionellen Aussehen zu erreichen. Dies war möglich, da in Russland die professionelle und dokumentierte Zuchtarbeit erst in den 1990er gab und die Katzen praktisch keine Zeit hatten das extreme Aussehen der damaligen populären Siamkatzen anzunehmen. In Deutschland wurde 1989 in der Zeitschrift “€žEin Herz für Tiere” ein Aufruf gestartet. Hieraus entstand die IG “€žSiam alter Typ”. Das Ziel dieser IG war, dass der traditionelle Siamtyp ebenfalls offiziell anerkannt wird. Über den Katzenverein Deutsche Edelkatze e. V. wurde daher ein entsprechender Antrag beim Verband WCF eingereicht. Dieser Verband verabschiedete 1991 den neu erstellten Standard der traditionellen Siamesen, welche ab diesem Zeitpunkt Thai genannt wurden. Inzwischen wird diese eigenständige Rasse wieder zielgerichtet gezüchtet und ist von Vereinen und Dachorganisationen wie WCF, EGCA, WACC, LOOF, TICA und FIFE anerkannt.

Aussehen der Thai

Rassestandard

Je nach Dachverband, variiert das gewünschte Aussehen der Thai. Zusammengefasst lässt sich aber festhalten, dass die Thai eine muskulöse, aber elegante Pointkatze mit blauen, ovalen Augen von mittelgroßer Statur mit mittelhohen Beinen. Am Kopf sollte ein Keil ersichtlich sein, allerdings modifiziert. Der Kopf erscheint runder als der der Siamkatze..

Farben

Die Thai ist eine Pointkatze. Das bedeutet, dass ihre eigentliche Farbe nur an den sogenannten Points zu sehen ist. Die Points liegen im Gesicht (der Maske), den Ohren, den Pfoten bzw. Beinen und am Schwanz. Die Maske umfasst Nase, Schnurrhaarkissen, Augenumrandung und Stirn und ist durch Linien mit den Ohren verbunden. Thaikatzen sind mit etwa einem Jahr ausgefärbt, dunkeln jedoch im Alter insbesondere auf dem Rücken immer stärker nach. Da das Haar durch Pigmenteinlagerung dicker wird, bekommen Körperregionen mit weniger Fettschichten dadurch eine bessere Wärmeisolierung.

Diese Pointzeichnung der Thaikatze entsteht durch eine Mutation im Erbgut und gehört zu den Albinogenen. Es weniger des Farbstoffs Melanin produziert und in den Haaren abgelagert, wodurch die helle Färbung entsteht. In den kühleren Körperregionen bildet sich jedoch etwas schwarz-braunes Pigment, das sich ablagert. So entsteht die typische Maskenauszeichnung. Das entsprechende Gen ist temperatursensitiv, was 1930 wissenschaftlich bewiesen wurde. Die Thai wird weiß geboren und erst bei Kontakt mit der kühleren Umgebung bilden sich nach und nach die dunkleren Points aus. Auch im Winter kann beobachtet werden, dass das Fell der Thai dunkler wird. Nach dem Fellwechsel im Sommer wird es wieder heller. Auch die blauen Augen sind auf das Albinogen zurückzuführen. Da auch hier ein Pigmentmangel vorliegt. Wie auch Albinos sind Thaikatzen recht empfindlich gegenüber starker Helligkeit.

Charakter

Thaikatzen sind hochsensibel und trotzdem sehr robust. Im Gegensatz zur Hauskatze sind sie sehr anhänglich und menschenbezogen. Thaikatzen gehen oft - ähnlich wie beispielsweise Hunde - eine enge Bindung zu einem bestimmten Menschen ein, dem sie dann ihr Leben lang “€žtreu” bleiben. (Daher auch der Ausspruch ”€žVon innen Hund, von außen Katze”, den man oft in Verbindung mit Thai- und Siamkatzen hört.) Sie haben einen eigenwilligen und dominanten Charakter. Thaikatzen sind sehr neugierig, aktiv, temperamentvoll und ”€žredselig”. Sie spielen auch noch im Erwachsenenalter sehr gerne.

Pflege

Durch ihr sehr kurzes Fell, sind Thaikatzen sehr pflegeleicht. Ausfallende Haare entfernt man durch Streicheln mit feuchten Händen, oder durch Kämmen mit einer Gummibürste für Kurzhaarhunde. Da sie durch die Herkunft aus einem warmen Land kein vollständiges Winterfell bekommen, sind sie auch im Winter nicht bei kalten Temperaturen oder draußen zu halten. Ein warmer Schlafplatz ist unabdingbar.

Quelle: wikipedia.org/Thaikatze

 

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